DAS.GOLDBERG in Bad Hofgastein: 420 Tonnen Fels im Spa und ein Kindheitstraum aus Schaum

Ein Wellnesshotel voller Überraschungen: vom Gold.Stollen tief im Haus bis zum selbst gerösteten Kaffee am Frühstückstisch.
13. August 2026
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DAS.GOLDBERG in Bad Hofgastein: 420 Tonnen Fels im Spa und ein Kindheitstraum aus Schaum

Persönlicher Erfahrungsbericht von COCOtravellern Gerald & Beatrix
DAS.GOLDBERG · Bad Hofgastein, Gasteinertal

Ende Juni fuhren Gerald und Beatrix für zwei Nächte ins Gasteinertal, gut eine Stunde von Salzburg entfernt und diskutierten dabei im Auto: Was unterscheidet ein Haus, das sein gesamtes Design um eine Goldader herum denkt, von den vielen anderen Wellnesshäusern im Tal? Zurückgefahren sind die beiden mit Blumensamen im Handschuhfach, einem Dampfbad-Erlebnis, das sie so noch nirgends hatten, und der Erkenntnis, dass der schönste Abend weder im Spa noch bei Tisch stattfand.

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LageBad Hofgastein, Gasteinertal, Salzburger Land · rund eine Autostunde ab Salzburg
Größe65 Zimmer und Suiten in 14 Kategorien
Signature SpaGold.Stollen aus 420 Tonnen Tauern-Naturstein · 45 °C, 70 % Luftfeuchtigkeit
UnikatSchaumaufguss im Dampfbad · zweites Haus in Österreich mit dieser Anlage
Kulinarikhausgeröstete Kaffeemischungen, Speck vom Chef Georg Seer, Sauerteigbrot aus eigener Backstube
Draußenbeheizter Aussenpool, Naturbadeteich mit Sandstrand und fünf Cabanas

Ankunft in Bad Hofgastein: „Griaß eich, i bin da Walter“

DAS.GOLDBERG · Bad Hofgastein, Salzburger Land

Wir kommen mit dem Auto aus Salzburg, gut eine Stunde über die Tauernautobahn, und bleiben dann erst einmal vor dem Haus stehen, statt hineinzugehen. Über die volle Höhe der Holzfassade ziehen sich spiralförmige Metallbänder, zur Linken des Eingangs ragen drei rostrote Skulpturen in den Himmel, die sich um einen Oldtimerbus gruppieren. Dahinter liegt der Naturbadeteich umrahmt von der Gasteiner Bergwelt.

Drinnen erklärt sich der Name DAS.GOLDBERG von selbst. Links ein Panoramafenster, durch das man auf Bad Hofgastein hinunterschaut; Gold sitzt in den Lampen, Gold rahmt eine Sandschale im Wartebereich, und das Thema zieht sich bis nach hinten in die Bar. Rechts die Rezeption in Holz, daneben die alte Stube des ehemaligen Pirkerhofs und ein tiefer Sessel vor dem offenen Kamin. Die Architektur stammt von der W2 Manufaktur, und sie lässt dem Haus viel Luft.

Empfangen werden mit typischem Pongauer Dialekt: „Griaß eich, i bin da Walter, scheen, dass ihr do seids.“ Während des Check-Ins schießt er ein Polaroid, das gleich in einem Rahmen mit der Aufschrift „golden memories“ landet. Dazu ein Welcome Drink und zwei Brote mit Käse und Salami. Sein Kommentar: „Da ihr ja das erste Mal da seids, machen wir Wiederholungstäter aus euch.“ Angekommen sind wir damit in etwa vier Sekunden.

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Turmsuite L im dritten Stock: Zirbenduft, Sichtkamin und ein Bad am Fenster

DAS.GOLDBERG · Bad Hofgastein, Salzburger Land

Wir wohnen in Zimmer 302, einer Turmsuite L. Was uns beim Hereinkommen als Erstes auffällt, sind zwei große Einmachgläser auf einem massiven Holzblock an der Wand, eines mit Zirbenspänen, eines mit Lavendel. Daneben hängen die Türschilder aus Filz, grünes Hackerl für „Bitte Zimmer sauber“, Einfahrt-verboten-Symbol für „Privatsphäre, danke“. Statt Gemälden hängt gerahmte Jute an den Wänden, in Farben, die die Umgebung aufnehmen und die Goldader beschreiben.

Der Materialmix ist alpin, ohne in Hüttenromantik zu kippen: alte Elemente bleiben stehen, etwa ein Beistelltisch aus dickem Altholz mit neuer Platte, und der Lesesessel ist konsequent nach draußen gerichtet. Zwei Ausstattungsdetails sind für die Zimmerwahl entscheidend: Ab der Kategorie Studio L gibt es eine freistehende Badewanne, bei uns direkt am Fenster mit Blick talauswärts. Ab Suite kommt ein Sichtkamin dazu, den man mit Anleitung selbst einheizt.

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COCOtravel Oesterreich DasGoldberg Zimmer Badesalz
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Angesehen haben wir uns außerdem die Spa Loft Suite, die mit zwei Terrassen, eigener Sauna und Hot Tub kommt. Und dann gibt es das Spa Chalet, das in den üblichen Beschreibungen erstaunlich blass wegkommt: eine zweistöckige Hütte aus Holz und Glas auf Höhe des Wellnessbereichs, ausschließlich für zwei Personen, mit eigener Sauna, Hotpot, Massagebereich und Panoramablick. Beim Hereinkommen fühlt es sich fast wie eine kleine Almhütte an, nur mit Daybed und Kamin. Das ist weniger Suite als eigenes Retreat, sehr begehrt und dementsprechend früh ausgebucht.

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COCOtravel Oesterreich DasGoldberg Zimmer SpaLoftSuiteXL

COCO-Tipp

Zimmerwahl und Nachtruhe
DAS.GOLDBERG liegt oberhalb der Bahnstrecke der Tauernschleuse, und in Bewertungen wird viel über bahnzugewandte und bahnabgewandte Zimmer diskutiert. Ganz abgewandt ist keines, weil alle Zimmer talseitig liegen; die Eckzimmer sind etwas paralleler zum Tal und dadurch minimal ruhiger (Studio F, Loft Suite und die Zimmer mit einer 1 am Ende). Uns hat der Zug nicht gestört. Wer im Sommer bei offenem Fenster schläft und wirklich geräuschempfindlich ist, nimmt Ohrstöpsel mit. Ehrlich dazugesagt: Wir haben den Zug in anderen Häusern im Tal auch von der gegenüberliegenden Talseite wahrgenommen, und über die B 167 unten, die durchs ganze Tal zu hören ist, spricht sonst niemand in den Rezensionen.

Der Gold.Stollen: 420 Tonnen Fels im Untergeschoss

DAS.GOLDBERG · Bad Hofgastein, Salzburger Land

Der Spa führt das Thema der Fassade weiter. Die Metallbänder von außen tauchen drinnen als Geländer wieder auf, bis hinunter in den Yogaraum, und auf dem Weg zur Sauna hängt ein Rahmen mit gespannten grauen Wollfäden, dazwischen goldene: die Goldader als Wandbild. Unser Lieblingsort ist trotzdem ein anderer. Der Gold.Stollen: ein Tepidarium im Untergeschoss, gebaut aus 420 Tonnen Naturstein aus den Hohen Tauern, mit 45 °C und 70 % Luftfeuchtigkeit. Man betritt einen Raum, der sich verzweigt und dann noch einmal zu insgesamt 10 Kammern. Die feuchtwarme Luft tut den Atemwegen spürbar gut.

Vorbild ist der Gasteiner Heilstollen 2,5 Kilometer tief im Radhausberg, in den 1940er-Jahren bei Bergbauarbeiten entdeckt: 38 bis 42 Grad warm und mit 80 bis 100 Prozent nahezu gesättigte Luft. Dort wurde zu ihrer Zeit das größte Goldvorkommen Europas abgebaut; 1942 mussten Zwangsarbeiter im Berg schuften, und dass es ihnen gesundheitlich besser ging statt schlechter, war der Zufallsbefund, aus dem später der Heilstollen wurde.

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COCOtravel Oesterreich DasGoldberg Spa Sauna Eisbecken
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COCOtravel Oesterreich DasGoldberg Goldstollen

Erzählt bekomme ich das eine Etage höher, beim Honigaufguss in der Panoramasauna. Sauna-Zeremonienmeister Gerald legt Kristalle auf, deren Geruch an Gletschereiszuckerl erinnern, dazu Sanddorn als Duft, und bringt die Bergbaugeschichte des Tals zwischen zwei Wedelrunden unter, mit Musik im Hintergrund und mit typisch österreichischem „Schmäh“. Danach reiben wir uns draußen mit Honig ein, duschen ab und starten den zweiten Gang, diesmal mit Blutorange und Crushed Ice.

Out of the Ordinary

Zurück in die Kindheit
Wir sitzen nach kurzer Anweisung im Dampfbad und warten was gleich passiert. Eine erste Schaumladung schiebt sich etwa dreißig Zentimeter hoch, dann ist Zeit zum Auftragen. Kurz darauf kommt die zweite und wächst auf bis zu neunzig Zentimeter; der Schaum reinigt die Poren, man seift sich ein und lässt ihn einwirken, bevor eine Regendusche von oben abspült und sich der Raum noch einmal aufheizt. Die Anlage wurde vor zwei Jahren von Klafs entwickelt, DAS.GOLDBERG ist das zweite Haus in Österreich, das sie hat. Weil das kaum jemand kennt, kommt man sofort ins Gespräch, wir sind dabei ungefähr acht Jahre alt und hätten uns genau dieses überdimensionale Schaumbad damals sehnlichst gewünscht.

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COCOtravel Oesterreich DasGoldberg Spa Sauna Ruheraum
COCOtravel Oesterreich DasGoldberg Spa Ruheraum

Ein bisschen schade finden wir, dass Kinder davon nichts haben: Der Spa ist Adults-only, und in einem Familienhotel wäre das vermutlich der „Place to be“ und alle so sauber wie noch nie. Behandelt wird mit Produkten von Team Dr Joseph; ich buche eine Lomi Lomi Massage bei Branka und bin nach fünf Minuten eingeschlafen, was ich als Qualitätsurteil stehen lasse. Der beheizte Aussenpool liegt parallel zur Bergkette: Wer um sieben Uhr früh Bahnen zieht, hat die aufgehende Sonne seitlich im Gesicht, während sie über der Ankogelgruppe hochkommt. Tagsüber ist er mir persönlich für den Sommer zu warm, deshalb verbringen wir den Rest des Tages am Teich.

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COCO-Tipp

Timing im Spa
Für den Gold.Stollen früh am Morgen kommen, solange der Raum noch leer ist, und mindestens zwanzig Minuten bleiben; darunter passiert für die Atemwege wenig. Und plant den Abreisetag nicht zu eng: Der Late Check-out ist bis 15 Uhr kostenfrei, das Zimmer muss allerdings bis 11 Uhr geräumt sein. Sprich, Koffer in die Day Spa Umkleide, Badesachen behalten, und der letzte Vormittag gehört noch einmal dem Stollen oder dem Schwimmteich.

„Who says paradise needs to be tropical?“

DAS.GOLDBERG · Bad Hofgastein, Salzburger Land

Der Satz steht auf der Karte der Beach Bar am Naturbadeteich, und er beschreibt den Kontrast ganz gut: aufgeschütteter Sandstrand vor einem Schwimmteich im Gasteinertal, Blick auf die Berge statt auf Palmen. Am Ufer stehen fünf Cabanas, deren Vorhänge man zuziehen kann. Dazu kommen zwei Inselliegen und zwei Nest-Liegen, in denen man auch am Nachmittag Schatten findet, und auf der Wiese davor ein paar Sonnenschirme mit Liegestühlen.

Was uns daran gefällt, sind die Kleinigkeiten, welche die Cabanas komplettieren: ein „Beistelltischerl“, ein „Schragerl“ zum Aufhängen nasser Sachen, und ein kleines „Fußbeserl“, mit dem man sich, vor dem erneuten Hinlegen, den Sand von den Füßen streift.

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Kulinarik im DAS.GOLDBERG: Der Chef röstet den Kaffee selbst

DAS.GOLDBERG · Bad Hofgastein, Salzburger Land

Das Frühstück ist der stärkste Teil des kulinarischen Angebots, und das liegt nicht an der Menge. Das Sauerteigbrot wird im Haus gebacken, die Marmeladen sind hausgemacht (Brombeere und Heidelbeere sind unsere Favoriten), das Gebäck kommt von Andreas Unterberger mit Langzeitteigführung, dazu Saftpresse, eine lange Reihe Aufstriche und der geräucherte Speck von Chef Georg Seer. Den schneidet man sich an der Berkel-Schwungradmaschine eigenhändig herunter, was erstaunlich viel Spaß macht und dazu führt, dass mindestens zwei Scheiben mehr auf dem Teller landen als geplant.

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COCOtravel Oesterreich DasGoldberg Kaffeeroesterei

Der Kaffee ist eine eigene Geschichte. Georg ist ausgebildeter Barista und röstet einmal pro Woche selbst, direkt neben dem Barbereich, und man kann ihm dabei zusehen. Fast zwei Tonnen Kaffee gehen pro Jahr durchs Haus. Es gibt zwei Mischungen, die uns Bar-Chef Christian erklärt: „Mein Goldener“ mit Maragogype als Hauptanteil, der Elefantenbohne, süßlich-erdig mit Schokolade- und Nussnote, und „Mein Kräftiger“ mit Brasil als Basis, etwas mehr Säure und der vollmundige Espresso-Ton. Der Verlängerte wird automatisch mit dem Goldenen gemacht, Espresso und Cappuccino mit dem Kräftigen.

Kein Automat also, an dem man sich seinen Frühstückskaffee selbst herunterlässt: Jede Tasse des schwarzen Goldes wird an einer der La-Cimbali-Siebträgermaschinen gemacht und serviert. Aufwendiger für das Personal, aber man schmeckt es. Sechzehn bis siebzehn Leute stehen in der Küche, gekocht wird ohne Convenience-Produkte, eingekauft in der Region, Fische kommen im Ganzen und die Forellen aus Bad Gastein. Honig und Essig macht Toni, der Hausmeister.

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COCOtravel Oesterreich DasGoldberg Restaurant Terrasse 3

Abends sitzen wir in der Goldsitzstube, einer von fünf Stuben im Haus und der mit dem weitesten Blick über das Gasteinertal. Zum Dinner gibt es zwei Zeitfenster, eines ab halb sieben und eines ab halb acht. Wer Ende Juni kommt, kurz nach der Sommersonnenwende, nimmt am besten das frühere.

Out of the Ordinary

Der Berg als Leinwand
Wir bekommen den Sonnenuntergang hier nie direkt zu sehen, weil die Berge im Weg stehen. Stattdessen wird er von hinten auf die Ankogelgruppe projiziert, und der Schatten arbeitet sich vom Talboden über die goldenen Baumwipfel bis zum Gipfelplateau des Frauenkogels auf 2.423 Metern hinauf, während vorne auf dem Teller der nächste Gang steht. Beatrix’ Lieblingsgang ist übrigens der erste: aufgeschlagene Salzbutter, superfluffiges Sauerteigbrot und hauchdünn geschnittener Curryspeck. Ohne ordentlichen Hunger geht sich danach kein weiterer Gang mehr aus.

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COCOtravel Oesterreich DasGoldberg Restaurant Abendessen
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Was man wissen sollte: Beim Abendessen wirkt der Service manchmal etwas unkoordiniert, die Zuständigkeiten sind nicht immer klar verteilt. Das Wasser wird eingeschenkt, statt dass eine Flasche am Tisch steht – der Gedanke dahinter ist nett, in der Praxis haben wir öfter auf ein neues Glas gewartet, und ich hätte mir lieber selbst nachgeschenkt.

Aerial Yoga, Rotwild-Bikes und ein Bergführer namens Christian

DAS.GOLDBERG · Bad Hofgastein, Salzburger Land

Morgens gehen wir zum Aerial Yoga mit Verena, für uns beide das erste Mal in einem Tuch. Verena leitet souverän mit geschmeidiger Stimme an und macht am Ende noch Fotos für alle. Beatrix findet den Begriff Yoga jedoch nicht 100% stimmig, stellt sich für sie nicht der sonst gewohnte Flow ein; ich nehme es lockerer, meine Stunden zu Hause sind auch nicht immer ernst gemeint. Mit dem Tuch herumzuprobieren macht uns jedenfalls großen Spaß. Der Yogaraum hat etwas Beruhigendes, der Blick auf einen Holzzaun vor der Bergkulisse erinnert an eine Alm; davor hängt ein Designobjekt mit zwei Schaukeln, eine als Nest, eine als Liegefläche, beide breit genug für ein Paar. Verena und Manuel unterrichten seit vielen Jahren im Haus, an fünf Tagen pro Woche, mit Aerial, Hatha und Flow im Wechsel.

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COCOtravel Oesterreich DasGoldberg Yoga 6
COCOtravel Oesterreich DasGoldberg Yoga 7

Für alles außerhalb des Hauses stehen Mountainbikes der Marke Rotwild in vier Rahmengrößen bereit, 55 € pro Tag inklusive Helm. Wir fahren damit ins Angertal. Wandern lässt sich hier ohnehin in alle Richtungen, unter anderem über den Höhenwanderweg; geführte Touren gibt es mit Bergführer Christian vom Tourismusverband, der mit den Häusern im Tal eng zusammenarbeitet. Wer das Glück hat, eine der Wanderungen machen zu können sollte dies unbedingt auch. Christian gilt als eigenes Asset.

COCO-Tipp

Früh reservieren, was limitiert ist
Yoga findet nicht täglich statt, das Spa Chalet gibt es nur einmal im Haus, und die Rotwild-Bikes sind bei voller Belegung schnell vergeben. Wer mit konkretem Plan anreist, klärt das schon bei der Buchung ab und fragt nach dem Wochenprogramm. Die Damen an der Rezeption sind sehr bemüht und organisieren das unkompliziert.

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Walter, Gerald und Toni: Wer dieses Haus trägt

DAS.GOLDBERG · Bad Hofgastein, Salzburger Land

Walter, der uns empfangen hat, war Uhrmachermeister und dreißig Jahre lang Skilehrer in Bad Gastein. Er repariert noch gelegentlich Uhren von Freunden, ist aber lieber unter Leuten und war zwei Jahre lang der Golden Guide des Hauses. Von ihm erfahren wir auch, wer im Sommer Goldbergs Heimkino macht: Fritz Zettinig, mit 78 immer noch auf Ski, drei Legislaturperioden lang Bürgermeister und vier Jahrzehnte Chef der Skischule. Jeden Montag um 17 Uhr sitzt er mit den Gästen auf der Terrasse, es gibt ein „Sekterl“, und er erzählt Gasteiner Geschichten, die in keinem Reiseführer stehen. Im Herbst wandert das Ganze ans Panoramafenster.

Eine Seele hat dieses Haus nicht, es hat mehrere. Ein paar „Dosige“, wie Walter liebevoll die Einheimischen nennt, mit Sauna-Zeremonienmeister Gerald und Hausmeister Toni; dazu ein junges Team, das sichtbar bemüht ist. Beim Kaffee ist eindeutig Georg (der Chef) die treibende Kraft, und beim Abendessen plaudern wir mit (Chefin) Vera Seer, die uns ein paar der anstehenden Projekte verrät.

Out of the Ordinary

Mitsingen unter freiem Himmel
Nach dem Abendessen spielt die Band The Pure auf der Terrasse. Ein paar Damen tanzen vor ihren Plätzen, wir sitzen mit einem Cocktail in der Hand da, den Blick auf das Gebirge und den Vollmond gerichtet, und stimmen bei einer Mischung aus Country, Rock ’n’ Roll und Austropop irgendwann (wie die meisten der Anwesenden) lauthals ein. Spätestens bei Fendrich und STS kennt man die heimischen unter den internationalen Gästen heraus.

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COCOtravel Oesterreich DasGoldberg Restaurant Bar Lounge

Für wen passt DAS.GOLDBERG in Bad Hofgastein?

DAS.GOLDBERG · Bad Hofgastein, Salzburger Land

Ideal für Paare ohne Kinder, die Natur ernst nehmen und Luxus selbstverständlich voraussetzen. Für Menschen, die vormittags wandern und abends ein Mehrgangmenü wollen, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Und für Designliebhaber, denen alpine Schlichtheit lieber ist als Verspieltheit.

Besonders schön für alle, die das Gasteinertal als eigenständige Bergdestination sehen. Wer es als Sprungbrett nach Salzburg nutzen will, ist ebenfalls gut aufgehoben, eine Autostunde ist es nur.

Weniger passend für Familien, die ein klassisches Familienhotel suchen: Das Haus ist familienfreundlich, aber der Spa ist Adults-only, und ausgerechnet der Schaumaufguss bleibt den Kindern verwehrt. Für Partyreisende ist das hier der falsche Ort, und wer ein Hallenbad erwartet oder die höfliche Distanz eines Grand Hotels sucht, wird DAS.GOLDBERG zu persönlich und zu handmade finden.

Worauf man vor der Buchung achten sollte: die Bahnstrecke unterhalb des Hauses, die frühe Verfügbarkeit beim Spa Chalet und der beheizte Aussenpool, der im Hochsommer wenig Abkühlung bringt. Dafür gibt es den Schwimmteich.

Was wir aus dem Gasteinertal mitnehmen

DAS.GOLDBERG · Bad Hofgastein, Salzburger Land

Wenn wir dieses Haus auf einen einzigen Grund reduzieren müssten, dann auf den Gold.Stollen. 420 Tonnen Gestein in ein bestehendes Gebäude zu zimmern, um einen Heilstollen nachzuempfinden, ist keine Kleinigkeit, und beim Durchschreiten des Raumes wird spürbar, dass hier jemand „Out of the Ordinary“ gedacht hat. Der zweite Grund wäre das Frühstück, der dritte die Speckmaschine, aber jetzt wird es albern.

Mitgenommen haben wir am Ende etwas ganz anderes: Zum Abschied bekommen wir Blumensamen der Pflanzen, die rund um den Schwimmteich wachsen. Sie stehen inzwischen bei uns auf der Terrasse und werden uns im nächsten Sommer daran erinnern, dass der beste Abend im DAS.GOLDBERG einer war, den wir definitiv nicht geplant hatten.

TEXT Gerald Voggenberger · FOTOS Beatrix Voggenberger

FAQ

Häufige Fragen zum DAS.GOLDBERG in Bad Hofgastein

Reisebericht: Gerald & Beatrix, COCOtravel

Wo liegt DAS.GOLDBERG genau?
DAS.GOLDBERG liegt oberhalb von Bad Hofgastein im Gasteinertal im Salzburger Land, mit Blick über den Talboden und auf die Ankogelgruppe. Von Salzburg aus ist das Hotel mit dem Auto in rund einer Stunde erreichbar.
Was ist der Gold.Stollen im DAS.GOLDBERG?
Der Gold.Stollen ist das Tepidarium im Untergeschoss des Spa-Bereichs, gebaut aus 420 Tonnen Naturstein aus den Hohen Tauern. Bei 45 °C und 70 % Luftfeuchtigkeit ist er dem historischen Gasteiner Heilstollen nachempfunden und für uns der stärkste Einzelgrund, im DAS.GOLDBERG zu buchen.
Was ist der Schaumaufguss im DAS.GOLDBERG?
Beim Schaumaufguss wird das Dampfbad in zwei Etappen mit Schaum geflutet, zuerst rund dreißig, dann bis zu neunzig Zentimeter hoch; anschließend duscht Wasser von der Decke ab. Die Anlage stammt von Klafs, und DAS.GOLDBERG ist erst das zweite Haus in Österreich, das sie betreibt.
Wie viele Zimmer hat DAS.GOLDBERG und welche Kategorie soll man wählen?
DAS.GOLDBERG hat 65 Zimmer und Suiten in 14 Kategorien. Ab der Kategorie Studio L gibt es eine freistehende Badewanne, ab Suite zusätzlich einen selbst befeuerbaren Sichtkamin – unsere Turmsuite L hatte beides.
Was ist das Spa Chalet im DAS.GOLDBERG?
Das Spa Chalet ist eine separate, zweistöckige Hütte aus Holz und Glas auf Höhe des Wellnessbereichs, ausschließlich für zwei Personen, mit eigener Sauna, Hotpot, Massagebereich und Panoramablick. Es ist die begehrteste Kategorie im DAS.GOLDBERG und sollte sehr früh gebucht werden.
Hört man im DAS.GOLDBERG die Bahnstrecke?
Das Hotel liegt oberhalb der Bahnstrecke der Tauernschleuse, und ein komplett bahnabgewandtes Zimmer gibt es nicht. Die Eckzimmer liegen etwas paralleler zum Tal; uns hat der Zug nicht gestört, sehr geräuschempfindliche Gäste nehmen für offene Fenster im Sommer besser Oropax mit.
Wie ist das Frühstück im DAS.GOLDBERG?
Das Frühstück ist eine Mischform aus Buffet und Service und für uns das kulinarische Highlight: hausgebackenes Sauerteigbrot, hausgemachte Marmeladen, Saftpresse, Gebäck von Andreas Unterberger und der Speck, den Chef Georg Seer selbst räuchert und den man an der Berkel-Schwungradmaschine eigenhändig aufschneidet. Der Kaffee wird im DAS.GOLDBERG wöchentlich selbst geröstet und an der Siebträgermaschine zubereitet.
Ist DAS.GOLDBERG ein Adults-only Hotel?
Nein, DAS.GOLDBERG nimmt auch Familien auf, der Spa-Bereich ist allerdings Adults-only. Wer ein klassisches Familienhotel mit Kinderprogramm sucht, findet im Gasteinertal passendere Häuser.
Welche Aktivitäten bietet DAS.GOLDBERG im Sommer?
Im Sommer gibt es an fünf Tagen pro Woche Yoga mit Verena und Manuel (Aerial, Hatha, Flow), Mountainbikes der Marke Rotwild in vier Rahmengrößen für 55 € pro Tag inklusive Helm, etwa für eine Tour ins Angertal, sowie geführte Wanderungen mit Bergführer Christian vom Tourismusverband. Dazu kommen der Naturbadeteich und der beheizte Aussenpool des DAS.GOLDBERG.
Eignet sich DAS.GOLDBERG für Paare?
Ja, für Paare ist DAS.GOLDBERG die naheliegendste Wahl: Adults-only Spa, Suiten mit Sichtkamin und freistehender Badewanne, Abendessen mit Talblick in der Goldsitzstube und Live-Musik auf der Terrasse. Das Spa Chalet ist ausschließlich für zwei Personen konzipiert.

DAS.GOLDBERG
Bad Hofgastein · Österreich
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